| 27 September |
Früh aufstehen war am Tag 9 angesagt, wir sind mitten in unserer 3-Tages-Tour, und befinden uns gerade auf dem Kärlingerhaus am Funtensee. Das Frühstück war für mich etwas ungewohnt, denn Schwarzbrot esse ich zu dieser Uhrzeit eher selten.
Dann ging es auch schon los, wieder runter zum Funtensee und wieder rauf in das steinerne Meer. Am Vorabend konnten wir dieses schon von der Hütte aus erblicken. Das Zwischenziel war das Riemannhaus, dabei ging es durch spektakuläre Felsformationen. Schaut zwar kahl aus, ist aber irgendwie faszinierend. Kurz vor der Hütte trafen wir auch endlich wieder Menschen.
Nach einem kurzen Päuschen im Riemannhaus wanderten wir weiter durch das Meer aus Steinen, denn das Tagesziel lautete Ingolstädter Haus. Nach vielen Steinen, wenig Grün und ab und an etwas Weiß konnte man die Hütte schon erkennen, der Weg wurde jedoch etwas anspruchsvoller.
Bisher war es eine schöne Tour, auch das Wetter hat durchgehalten. Um das ganze noch zu toppen, überlegten wir uns, noch auf den 2594 Meter hohen Großen Hundstod zu klettern. Es blieb noch viel Zeit, und nach einen Germknödel ging es dann auch schon los. Nach kurzem, aber steilen Aufstieg auf schmalen Serpentinen erreichten wir den Gipfel, welcher jeweils 2 Minuten in Wolken gehüllt war, die nächsten 2 Minuten aber einen relativ guten Ausblick bot.
Nach Gipfelbuch-Lesen stolperten wir wieder zurück zur Hütte, mampften das Bergsteigeressen, und quatschten in lockerer Runde. Das Schlafgemach war hier nicht so bequem wie im Kärlingerhaus, das Matratzenlager war doppelstöckig und schweineheiß.


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