| 24 Oktober |
Die Haut – unser größtes, schwerstes und vielseitigstes Organ. Sie dient als Abgrenzung von Innen und Außen, dem Schutz vor Umwelteinflüssen, der Repräsentation und Kommunikation. Sie übernimmt wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels und der Immunologie und verfügt über vielfältige Anpassungsmechanismen. Ein wahres Multitalent des menschlichen Körpers.
Wir müssen nun dafür sorgen, dass uns dieser Bestandteil so lange wie möglich in einem gesundheitlichen Topzustand erhalten bleibt. Sie ist den Einflüssen der Umwelt schutzlos ausgeliefert und bedürft besondere Pflege.
Die häufigste Verletzung der Haut, gerade wenn man in gewissen Höhenlagen unterwegs ist, ist die Verbrennung. In der Höhe ist die Sonnenstrahlung viel intensiver, Ozon und reflektierender Schnee tragen ihr übriges bei. Laut Dr. Heike Fesq, Fachärztin für Hautkrankheiten in Oberammergau, summieren sich die Lichtschäden bei bergaktiven Männern über 55 Jahren. Die Haut kann sich irgendwann nicht mehr ausreichend regenerieren, es kommt zum Hautkrebs.
Dabei kann man sich vor Hautkrebs sehr gut schützen, im Vergleich zu anderen Krebsarten. Die Ratschläge sind jeden Bekannt: starke Sonneneinstrahlung meiden, mit entsprechender Kleidung und Creme schützen. Dennoch sieht man immer wieder krebsrote Gesellen auf den Bergen und Straßen.
Besonderes gilt es noch im alpinen Terrain zu beachten. Frau Dr. Fesq schildert das Problem: "Abrieb und Schweiß reduzieren den faktor. Wer auf Nummer sicher gehen will, halbiert bei seiner Berechnung einfach den LSF. Für Alpinisten ist außerdem wichtig: Je 1000 Höhenmeter nimmt die kurzwellige UV-Belastung um 15 bis 20 Prozent zu, Schnee kann die Strahlen bis zu 100 Prozent reflektieren. Wolken halten zwar einerseits Strahlung ab, streuen sie aber andererseits."
Empfohlen wird der LSF 25, wir haben im Urlaub aber durchgängig stärkere Creme aufgetragen (und haben uns dennoch einmal verbrannt). Wichtig ist es beim Kauf auf den "Australischen Standard" zu achten.
Mehr zum Thema Haut findet Ihr auf Alpin.de oder im Heft 02/07.


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