Unfälle beim Wandern häufen sich

Die Saison ist noch nicht zu Ende – und dennoch gibt es bereits 15 Unfälle mehr im Bezirk Schwaz / Tirol als im letzten Jahr, so Christian Hotter, Chef der Alpinpolizei Schwaz. Schuld daran sind die Wanderer selbst, nach ein paar Stunden im Klettergarten ist man noch lange nicht Alpinfit.

Die eine Seite ist also die Selbstüberschätzung, die andere Seite der Glaube an die Technik. Wenn ein Notfall ist, wird die über das Handy alarmierte Bergwacht schon kommen, denken sich viele. Wir haben aber im Urlaub selber die Erfahrung gemacht, dass das Mobiltelefon in den seltensten Fällen Empfang bekommt. Ebenfalls sei die Vorbereitung vor den Touren schlecht, meint Josef Hofer, Ortsstellenleiter Scheffau/Söllandl.

Wie kann man den Unglücken vorbeugen? Alexander Semonsky, Ortsstellenleiter der bergrettung Kitzbühel, rät folgendes: Im Notfall "hilft vor allem ein Erste-Hilfe-Paket, eine Regenjacke und Mütze sowie Handschuhe zum Warmhalten". Einige vergessen bei strahlendem Sonnenschein diese absoluten Basics. Auch eine Flasche Wasser und Energieriegel können nicht schaden.

Übrigens: "Beim alpinen Notsignal muss man innerhalb einer Minute alle zehn Sekunden einmal aufblinken, dann eine Minute Pause, und wieder eine Minute Blinksignale abgeben", dies rät Alfred Wallenta, Schwazer Bezirksleiter der Bergrettung.

Also Leute, passt auf Euch auf im Gebirge!

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