| 19 September |

Im Zemmgrund kann man momentan faszinierende Vorkommnisse beobachten. Von oben bis unten wurden Boulderfelsen mit Jauche verschönert. bouldern möchte da verständlicherweise niemand mehr.
Der Grund für die Taten: Die Bauern sind sauer. Sauer, weil die bouldernden Naturburschen Weidegatter offen lassen, Müll im Wald entsorgen und unerlaubt Campen. Irgendwie kommt mir die Geschichte bekannt vor, und scheinbar ist immer noch kein Entgegenkommen sichtbar. Freilich darf man den Zorn der Bauern, die auch die Grundbesitzer sind, einzelnen schwarzen Schafen zuschreiben, keinesfalls der Allgemeinheit der Boulderer.
Aber mal ehrlich – sind wir noch immer im Kindergarten? Eine passende Lösung wäre, die ich in diesem Fall ernsthaft befürworten würde, die Kommerzialisierung der Boulderfelsen. So ähnlich ist es jetzt auch geplant, der Tourismusverband spielt mit dem Gedanken, einen Pachtzins für das Gelände zu zahlen. Ich könnte mir da einige Konzepte vorstellen, das Gelände mit einem geringen Aufwand zu nutzen.
Schade allerdings, dass vielleicht irgendwann auch das fixe Bouldern zum Feierabend Geld kosten wird, wenn auch aus anderen Quellen (höhere Mitgliedsbeiträge etc). Und erst der Müll in den Alpen, die Kosten, die durch solche Nachlässigkeiten verursacht werden….
Gelesen auf tirol.com


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