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Rügen - eine Insel zum Wandern

abgelegt im Archiv Wandern am 13.04.07

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Rügen eignet sich besonders im Frühjahr und Herbst zum Wandern und bietet selbst nach vielen Besuchen immer wieder was Neues.

Am spektakulärstes und bekanntesten ist sicher eine Wanderung an der Kreideküste, wie ich sie nachfolgend kurz beschreibe.

Als wir in Lohme am Parkplatz ankommen, beginnt ein Naturparkranger eine geführte Wanderung zum Königsstuhl, der wir uns anschließen.

Wir gehen auf dem Hochuferweg, der zunächst am Hang im oberen Drittel entlangführt. Da Della (unsere Cairn-Terrier-Hündin) Ingrid (meine Frau) unter der Gruppe nicht mehr sieht, schaut sie sich dauernd um, da sie Ingrid hinter sich vermutet und ist daher noch langsamer als in den letzten Tagen.

Hier gibt es nicht so viele Frühlingsblüher wie auf der anderen Seite von Lohme.

Durch die Führung dauert es etwas länger als erwartet.

Am Parkplatz Königsstuhl wenden wir uns nach rechts zum Hertasee und dann kehren wir um und gehen zur Viktoriasicht, um den Königsstuhl in seiner ganzen Pracht richtig würdigen zu können.

Die Treppe zum Strand ist gerade eine Baustelle, so dass es an einer Stelle doch ziemlich beschwerlich ist, nach unten zu kommen.

Am Steinstrand wird Della in den Rucksack gepackt, wo sie auch friedlich sitzen bleibt, zumindest bis wir Rast machen.

Ingrid nimmt ein Käsebrötchen heraus und setzt sich einige Meter entfernt hin. Da ich den Rucksack auf einem Fels abgestützt habe, schafft es Della herauszuklettern und klettert über die Steine, damit sie bei Ingrid etwas zum Essen abholen kann.

Wie immer fasziniert die Kreideküste von unten, denn sie verändert sich ständig durch Wind, Wetter und Wellen und nicht immer sind es Veränderungen zum positiven, so als vor zwei Jahren die Wissower Klinken, neben dem Königsstuhl abrutschten und ihre ganze Schönheit einbüßten.

Am Kieler bach steigen wir wieder zum Hochuferweg empor, nach den vielen Stufen bin ich froh, dass Della wieder selber laufen muss. Herrlich der Ausblick von der Arndtsicht und wir sehen, dass es direkt neben den Wissower Klinken erneut zu einer Abrutschung gekommen ist.

Immer wieder scheint die Sonne zwischen den kahlen Bäumen durch, so dass wir es verschmerzen können, dass die Kreidefelsen im Schatten liegen, denn wer sie im hellen Sonnenlicht glänzen sehen will, der muss die Strecke morgens gehen.

Wir kehren in der Waldhalle ein und schauen im Fahrplan nach einem Bus und stellen fest, dass der letzte Bus schon weg ist, es gilt eben noch der ziemlich ausgedühnte Winterfahrplan, denn eigentlich ist Rügen durch Bus, Bahn, Rasenden Roland und Schiff gerade für Wanderer gut erschlossen.

Heute müssen wir uns mit dem Taxi zu unserem Auto bringen lassen, aber die Kosten sind durchaus noch im Rahmen.



Permalink: Rügen - eine Insel zum Wandern

Tags: Kreideküste  Frühlingsblüher  Naturpark  Königsstuhl  Kreide 

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