| 27 Oktober |
Langsam werden auch die letzten Ecken Europas erschlossen und baulich genutzt. Damit entsteht ein interessantes Gefälle, eine Art 2-Klassen-Gesellschaft, wie man sie momentan in den Alpen anschaulich betrachten kann.
Denn während in den einen Gemeinden die Touristen bis zur reinen Überfüllung angelockt werden, sterben anderswo ganze Landstriche aus, weil man bei dem Rennen um Besucher nicht mitmachen will, nicht mitmachen kann. Dort, wo man mit der Seilbahn auf die Gipfel kommt, haben sich schon lange wahre Zentren gebildet: Eltern mit schreienden Kindern, Taschen, Picknickkorb usw. fahren hoch, schauen sich um, und fahren wieder runter. Hüttenplätze muss man heute teilweise Wochen im Voraus buchen.
die alpen boomen – verständlich, dass da etliche Millionen investiert werden, in Luxusalmen und Seilbahnen. Der Artikel erklärt einiges und zeigt viele verschiedene Projekte auf, die in Planung sind. Eine wirtschaftlich hochinteressante Region entsteht dort, und die gespaltene Gesellschaft (Boomzentrum vs. Einöde) nehme ich persönlich als Vorteil auf – wenn man nämlich keine Lust auf Tourijungel hat, gehts auf in die ausgestorbenen Ecken, in aller Ruhe wandern und klettern.


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